"Jeder hat seine eigene Wahrheit"? - Nein! Jeder hat seine eigenen Lügen - aber es gibt nur eine Wahrheit!

Kategorie: Geschichte Veröffentlicht: Montag, 30. Januar 2017 Drucken E-Mail

Von unserer Redaktion: Manche Publizisten in Rußland lieben es, das Dritte Reich und die Sowjetunion zu vergleichen und gleichzustellen. Dabei schreien sie gewöhnlich empört auf, dass man „Stalin mit Hitler nicht vergleichen darf“.

Im Westen sagen die Politkorrekten in ähnlichen Fällen, daß man nicht relativieren darf. Das Vergleichen, das Relativieren ist aber eine legitime wissenschaftliche Methode. Man versteht durch den Vergleich den Maßstab der betrachtenden Dinge besser.

Nun, lassen Sie uns vergleichen:

Z.B.1933 - 1939

Die Todesstrafe wurde im Dritten Reich (nach normalen Gerichtsentscheiden) 149 mal verhängt.

Von 1933 bis 1939 jeweils: 49-, 28-, 17-, 9-, 18-, 20-, 8-mal.

In der UdSSR wurden in den 30er Jahren fast 700.000 Menschen zum Tode verurteilt und erschossen, allein 1937-38 681.692 Menschen – häufig ohne Prozess oder nach Schauprozessen. Zusammen mit den im GULAG-System und in Gefängnissen infolge schlechter Behandlung Gestorbenen waren es in den 30-er Jahren ca. 1 Mio Menschen!)

Diese (und viele andere) Vergleichszahlen, den Werken bekannter Historiker entnommen, zeigt in seiner detaillierten Studie Heinrich Daub.

Wir bieten unseren Lesern seinen interessanten Artikel.

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Die Wahrheit ist erkennbar. Sie ist das, was wirklich war.

Was ist die Wahrheit? Als ehemaliger Lehrer würde ich sagen: Warum brauchen wir diese Philosophie, wenn es jedes Schulkind der Grundschule weiß?

Wahrheit ist das – was in Wirklichkeit gewesen ist und wenn man ein Kind nach einer begangenen Tat fragt, kann es versuchen zu lügen, aber es weiß, dass es lügt und es weiß, was in der Tat war, und was wahr ist.

Das gleiche können wir über die historische Wissenschaft sagen – die Wahrheit ist das, was tatsächlich geschehen ist!

In der Tat, wir alle wissen, was die Wahrheit ist, und es muss nicht jeder einen Doktortitel oder eine akademische Bildung dafür haben.

Die meisten der Tatsachen in der Geschichtswissenschaft können auf die gleiche Art und Weise überprüft werden, wie die Ermittler die Umstände eines Verbrechens überprüfen.

Ihre Interpretation – das ist eine andere Sache

Hier kann es Unterschiede geben, aber auch hier muß man den gesunden Verstand und eine einfache Logik anwenden.

Und, was sehr wichtig ist, man muß sich von ideologischen Ansätzen distanzieren, von einem vorgefundenen Schema.

Wer ein ideologisches Schema in den Händen hat, braucht nicht nach der Wahrheit zu suchen, er weiß sie im Voraus.

Und wenn so ein Mensch ein Dokument findet, das nicht seinem Schema folgt, korrigiert er nicht sein Schema, er beseitigt dieses Dokument.

Deshalb wurden im Laufe der Jahrhunderte die Archive zerstört, oder die wichtigen Dokument wurden versteckt und geheimgehalten: Die Wahrheit sollte nicht für die Massen zugänglich sein.

Aber wenn der Historiker eine Frage untersucht, und sieht, dass es nicht genug Dokumente gibt, um die Wahrheit zu erreichen, so ist es notwendig zu erklären, dass es bis heute nicht genügend zuverlässige Dokumente gibt, um dieses oder jenes Ereignis vollständig aufzuklären. Und das ist dann auch eine Wahrheit.

Welches Regime war mehr verbrecherisch – Stalins oder Hitlers? Ein Lügenparameter.

Das Ausweichen, Versteckspielen, die Vogel-Strauß – Politik gegenüber der Wahrheit, der zappelige Dienst an der NICHT-Wahrheit, sowie das Festhalten an einem ideologischen Schema vieler meiner Zeitgenossen, erstaunen mich.

Und noch mehr erstaunt mich der aggressive Krieg gegen die Wahrheit.

Für jeden Christen, für jeden Mensch, der zumindest oberflächlich das Christentum als ethische Grundlage unserer Zivilisation kennt, ist es bekannt, dass das absolute Böse der Teufel ist, und unter den Menschen oder ganzen Völkern, oder Gesellschaften, das "absolut Böse" nicht zu finden ist.

Auch das nationalsozialistische Deutschland war nicht "absolut böse", ebensowenig war die stalinistische UdSSR das „absolut Böse“. Und außerdem war sie auch nicht das "absolut Gute", wie von den heutigen Anhängern Stalins in Russland behauptet wird. In jedem Menschen sind immer Gut und Böse, Schwarz und Weiß gemischt, und selbst der Kampf von Gut und Böse findet in der Seele eines jeden Menschen statt.

Lassen Sie uns Deutschlands Vorkriegszeit betrachten – zwischen 1933 bis 1939.

War wirklich Hitlers Regime das "absolute Böse", gegen das es notwendig war, die Anstrengungen der ganzen Ökumene zu vereinen, und es zu bekämpfen mit dem Ziel, es zu zerstören, wie von vielen Geschichtsschreibern der Sieger-Länder und auch in der BRD bis heute behauptet wird?

Es ist wünschenswert, die Lage mit anderen siegreichen Ländern zu vergleichen.

In diesem Artikel schlage ich vor, das Dritte Reich der Vorkriegszeit mit der stalinistischen Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg zu vergleichen.

Der Grund ist einfach: ich kenne nur die deutsche und russische Sprache, deshalb habe ich keine Möglichkeit, englische und französische Quellen für die Analyse zu nutzen, um das Deutschland der 30er Jahre auch mit Frankreich, Großbritannien oder den Vereinigten Staaten während dieser Zeit zu vergleichen.

Ich behaupte, dass es in der Tat nicht notwendig war, Krieg gegen das Deutsche Reich anzufangen, mit der Begründung, dass dieses Regime höchstkriminell war, und es notwendig war, die Menschheit von ihm zu befreien.

Ich behaupte, dass das Dritte Reich vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr kriminell war als andere demokratische Staaten des Westens und dass es nicht notwendig war, die Welt und die Völker Europas vor Hitlers Regime zu retten und deswegen dafür etwa 60 Millionen Menschenleben zu opfern.

Und ich behaupte, dass das kommunistische Regime in der Sowjetunion viele Male verbrecherischer war als das national-sozialistische Regime und es in diesem Fall wirklich notwendig war, die Welt und die Völker Europas von diesem Regime zu befreien, und vor allem – die Völker der UdSSR selbst.

Zu dieser Schlussfolgerung bin ich gekommen, als ich mir die Frage gestellt habe, welches Regime war wirklich, vor dem Zweiten Weltkrieg sozusagen "mehr verbrecherisch" – das Stalinregime oder das Hitlerregime?

Das herauszufinden ist sehr einfach – man muß nur ihre Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung vergleichen.

Also sage ich: in der Tat war das Hitler-Regime nach diesem Kriterium nur ein Muster an Menschlichkeit im Vergleich zu Stalins UdSSR.Und ich behaupte: das Stalinregime war sogar tausendmal krimineller als das Hitlerregime!

Diese Schlussfolgerung kann den modernen Menschen schockieren, weil er nicht mit objektiven Informationen aufgewachsen ist, sondern sein Wissen auf heroischen Büchern und Spielfilmen von Hollywood und der Mosfilm-Produktion beruht.

Aber hinter dieser Aussage stehen heute gut überprüfbare und den meisten Menschen gut bekannte Fakten und Zahlen.

Als ich die Wahrheit erfahren habe, welches Staats-Regime vor dem Zweiten Weltkrieg – Hitlers oder Stalins – krimineller war, war ich, als Mensch, der in der Sowjetunion aufgewachsen und ausgebildet ist, auch schockiert.

Aber ich habe nichts Neues gemacht, ich habe nur die bereits bekannten, offiziellen Zahlen verglichen.

Außerdem habe ich diese Vergleichsmethode von einem russischen Historiker aus St.Petersburg, Dr. Kirill Alexandrov, übernommen. Ein Link zu seinem Artikel:Verweis

Ich überprüfte diese Zahlen bei anderen Quellen, insbesondere deutschen – alles war gleich:

In Deutschland haben in den Gefängnissen und Konzentrationslagern in den Jahren 1933 bis 1939 durchschnittlich Zehntausende von Menschen jährlich gesessen.

Ich kann Ihnen genauere Daten geben.

1933: Im März, nach dem die Nationalsozialisten an die Macht gekommen sind, wurden im ganzen Reich 100.000 Personen verhaftet und in Konzentrationslager eingesperrt – meist ihre potentiellen Gegner. Bald sind die meisten wieder freigelassen worden, und bereits schon im Sommer 1933 – sind nur noch 26.000 Menschen in den Lagern geblieben. Im Jahr 1935 wurde diese Zahl auf 4.000 Menschen reduziert.

Von 1936 bis 1938 ist die Zahl der Gefangenen wieder gewachsen.

Wenn von 1933 bis 1935 in erster Linie politische Gegner des Regimes der Verhaftung ausgesetzt waren, gingen in dieser Zeit diejenigen ins Lager, die nicht den Vorstellungen der Nationalsozialisten von der "Volksgemeinschaft" entsprochen haben: vor allem Menschen, die Arbeit verweigerten, schwere Verbrecher-, Wiederholungstäter, Homosexuelle und Zeugen Jehovas.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Reich sind noch 7.000 politische Österreicher in die KZ’s gesperrt worden.

Von April bis Juni 1938 gab es im ganzen Reich Massenverhaftungen von asozialen Menschen, vor allem Obdachlosen und Prostituierten – 10.000 Menschen – die auch in Konzentrationslager gebracht wurden.

Im November während der Pogrome, die in der Geschichte als "Kristallnacht" bezeichnet werden, wurden noch 26.000 Menschen verhaftet, meist Juden, aber auch Deutsche.

Ende 1938 waren in Deutschland 60.000 Menschen in den Konzentrationslagern.

Im Jahr 1939 waren die meisten von ihnen bereits wieder freigelassen und vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs betrug die Gesamtzahl der Insassen in den Konzentrationslagern Deutschlands 21.000 Menschen.

(Siehe hier :Verweiß

.(Zum Vergleich BRD: 31. März 2016. In Deutschland befanden sich am Stichtag insgesamt 64.397 Gefangene und Verwahrte in Justizvollzugsanstalten. Das ist mehr als der Höchststand 1938.)

Wir sehen, dass in den NS-Konzentrationslagern in den 30-er Jahren ca.150.000-200.000 Personen inhaftiert waren, aber sie waren nur kurzfristig eingesperrt, von drei Monaten bis zu 3 Jahren, und dann wurden sie freigelassen, wenn man zu dem Schluss gekommen war, dass von ihrer Seite keine Bedrohung mehr gegen das Regime ausging.

Gerade damals entstand in diesen Umerziehungslagern die Losung "Arbeit macht frei", und sie war damals durchaus angemessen, wenn man an die vielen asozialen, die in den Lagern waren, denkt.

Damals wurden nach dem Lageraufenthalt viele Mitglieder der Kommunistischen Partei Deutschlands Anhänger des Nationalsozialismus. Sie wurden im national-sozialistischen Sinn „umerzogen“.

In Stalins Lagern saßen in der gleichen Zeit Millionen Menschen, weitere Millionen wurden enteignet und nach Sibirien und in den Fernen Norden verbannt und versuchten dort als Sondersiedler zu überleben.

Bewusst verweise ich auf die Quelle eines Autors, der ein klarer Verteidiger des Stalinismus und „Entlarver“ einer angeblich "typisch anti-sowjetischen Demagogie" ist: "Die Gesamtzahl der Gefangenen (behauptet er – H. Daub) während der gesamten stalinistischen Periode – betrug etwa 9 Millionen Menschen. Die Zahl von Gefangenen in einem Moment war nie höher als 2,6 Millionen. (Die maximale Zahl von Insassen wurde im Jahr 1950 erreicht). "(Verweis)

Natürlich vergisst dieser Mann noch die Millionen vertriebener Sondersiedler als Folge der Enteignung, aber Gott sei mit ihm.

Die Hauptsache für mich ist in diesem Fall, dass er, wie auch andere Verteidiger des Stalinismus, nicht die Tatsache bestreitet, dass im Jahr 1939 in der UdSSR 2.004.946 Menschen in Gefängnissen und KZ’s des GULAG-Systems waren. (Verweis)

Dies wirft eine einfache Frage auf: ob wir in der Lage sind, die Zahl 21. 000 mit der Zahl von 2 Millionen zu vergleichen und dazu ehrlich genug sind zu sagen, welche größer ist?

Und wenn wir uns noch erinnern, dass in Deutschland die Insassen in den Konzentrationslagern und Gefängnissen durchschnittlich von ca. 3 Monaten bis zu 3 Jahren inhaftiert waren, und in der UdSSR 10 Jahre in den Lagern ein gebräuchlicher Begriff war, und uns dann noch erinnern, dass die Menschen in der Sowjetunion nur für das Erzählen einer Anekdote, oder in hungrigen Jahren für ein paar gestohlene Ähren Weizen auf dem Kolchose-Feld, für Verzögerung bei der Arbeit nur um 5 Minuten und so weiter eingesperrt wurden, dann sehen wir, dass der Unterschied in der Tat noch schrecklicher war.

Der zweite Punkt, an dem ich Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion verglichen habe, ist, wie viele Menschen von 1933 (dem Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten) bis 1939 in diesen beiden Ländern hingerichtet wurden?

Ich zitiere offizielle sowjetische und russische Daten: "Im Februar 1954 nannten der Generalstaatsanwalt der UdSSR, R. Rudenko, der Minister für Innere Angelegenheiten S. Kruglov und der Justizminister der UdSSR K. Gorschenin in einem Memo an Chruschtschow die Zahl von 642.980 Menschen, die 1921 bis Anfang 1954 mit der Todesstrafe verurteilt worden waren.

Im Jahr 1956 zitierte die Pospelov-Kommission eine Zahl von 688.503 Erschossenen im gleichen Zeitraum.

Im Jahr 1963 wurde im Schwernik Kommissions-Bericht eine noch größere Zahl von Todesstrafen für die Periode 1935-1953 benannt, 748.146, von dennen 681.692 durchgeführt wurden. (Einschließlich 631.897 im Rahmen der Entscheidung der sogenannten Trojkas. Eine Troika, russisch тройка; auch судебная тройка, „Gerichtstroika“) war in der sowjetischen Geschichte eine Kommission von drei Personen, die Strafen gegen verhaftete Personen verhängen konnte. Während des Großen Terrors 1937-1938 wurden hunderttausende von Todesstrafen verfügt.

Die Troikas waren keine Organe der Justiz, sondern gehörten zur Exekutive, in der Regel zum Innenministerium der UdSSR (NKWD), verhängten also Verwaltungsstrafen. Vorsitzender der Troika war der Leiter der jeweiligen NKWD-Verwaltung. Normalerweise setzte sich die Troika weiter aus dem Staatsanwalt der Republik, der Region bzw. des Gebiets oder dessen Vertreter sowie dem Sekretär der entsprechenden regionalen Parteiebene der KPdSU (damals WKP(b) bzw. Kommunistische Partei der Sowjetunion) zusammen. (Wikipedia).

Im Jahr 1988 – im vom KGB für Gorbatschow aufgestellten Bericht wurden 786.098 Erschossene in der UdSSR für die Periode von 1930-1955 genannt.

Im Jahr 1992, nach den Angaben des Leiters der Abteilung für die Registrierung und Archivierung der MBRF in Raum waren von 1917 bis 1990 827.995 zu Todesstrafen für Staats- und ähnliche Verbrechen verurteilt worden.

Dies sind offizielle sowjetische und russische Quellen.Verweiß

Und wir sehen, dass die Opferzahlen in der UdSSR in unterschiedlichen Quellen immer etwas unterschiedlich sind, aber egal – sie sind immer ziemlich groß.

Und, wie wir aus den Daten sehen können, ist die überwiegende Mehrheit der Todes- und Freiheitsentzugsurteile nicht durch Urteile der Gerichte mit ordentlicher Verteidigung und anderen üblichen gerichtlichen Prozeduren, sondern durch die Trojkas verhängt worden. Das heißt, wenn wir in einfacher Sprache sprechen, dass viele hunderttausende Menschen einfach von den Machthabern ermordet wurden.

Über Hitlers Deutschland gibt es dazu auch offizielle Daten. Im Internet können Sie eine vollständige Liste mit Familiennamen (!) der im 3. Reich Hingerichteten finden.

Von 1933 bis 1939 wurde die Todesstrafe im Dritten Reich (nach normalen Gerichtsverfahren), wie ich es zählen konnte in 149 Fällen ausgeführt. Kann ja jeder selbst überprüfen, vielleicht habe ich einen Fehler gemacht. In der überwiegenden Mehrheit waren das Kriminelle: Mörder und Vergewaltiger.Verweis

Wobei 49 Menschen im Jahr 1933 hingerichtet wurden, dann im Jahre 1939 nur 8 (1933 bis 1939 jeweils: 49; 28; 17; 9; 18; 20; 8). Der Trend war, wie wir sehen, absteigend.

Dazu muss man natürlich nach verschiedenen Quellen zwischen 80 und 200 Menschen dazurechnen, welche im Jahr 1934 während einer Operation gegen Mietglieder der SA ("Nacht der langen Messer“) hingerichtet wurden. Diese Menschen wurden auch außergerichtlich getötet, das heißt, dass dieses Verbrechen auf Hitlers Gewissen liegt.)

In der Diskussion zu diesem Thema wird mir oft gesagt, dass das, "was von deutscher Seite den Juden angetan wurde, alle Stalin-Verbrechen übertreffe." Lassen Sie uns sehen, was tatsächlich Negatives mit der halben Million der jüdischen Bevölkerung des Reiches von 1933 bis 1939 passiert ist.

Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, begannen sie konsequent, die Möglichkeit der Juden in der Staats-Karriere, in der Wirtschaft, den Medien, der Kultur und anderen Bereichen zu beschränken.

Die NS-Politik zielte darauf ab, die Juden zu drängen, aus dem Land auszureisen, was nebenbei von jüdisch-zionistischen Kreisen aktiv unterstützt wurde, die mit den Nationalsozialisten zusammenarbeiteten, weil sie eine Ansiedlung in Palästina wünschten.

Heute wissen nur wenige Menschen, dass unter der Schirmherrschaft der SS Lager für die jüdische Jugend in Deutschland organisiert wurden, die sich in Palästina niederlassen wollten, in denen diese jungen Menschen für die Zukunft des jüdischen Staates in verschiedenen Berufen ausgebildet wurden.

Nur wenige Menschen wissen, dass in den 30-er Jahren unter der Flagge mit einem Hakenkreuz regelmäßig deutsche Schiffe mit jüdischen Siedlern nach Palästina gefahren sind und dass Deutschland mit Inventar und Landwirtschaftsmaschinen den jüdischen Siedlern geholfen hat.

Als Ergebnis dieser Politik sind die Juden in Massen aus dem 3. Reich ausgewandert.

Das sind unangenehme Tatsachen in der deutschen Geschichte, auf die die Deutschen nicht stolz sein können, aber diese Tatsachen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezeichnen, kann nur ein Mensch, der die Auswanderung von mehreren Millionen Juden aus der Sowjetunion in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ebenso bezeichnet.

Die Völker der Sowjetunion lebten zu dieser Zeit (1960-1990) mit jüdischen Mitbürgern zusammen und haben nicht beobachtet, dass sie schlechter als sie selbst von dem Sowjetstaat behandelt wurden. Aber immer wieder können wir bei vielen jüdischen Autoren lesen, dass die Auswanderung der Juden aus der Sowjetunion in dieser Zeit wegen "schrecklicher Diskriminierung" erfolgt sei.(?)

Das bezieht sich in erster Linie auf die nationalen Quoten für die Zulassung zur Hochschulbildung (die Quoten betrafen aber alle Nationalitäten) und die Verschlechterung der Möglichkeiten der Juden, Leiter des öffentlichen Dienstes zu werden (was wiederum viele andere Nationalitäten betraf – zum Beispiel auch die Deutschen).

Aber praktisch war es fast das gleiche wie in der praktischen Politik im 3. Reich.

Zwar gab es im national-sozialistischen Deutschland die Nürnberger Gesetze, die im Jahr 1935 verabschiedet wurden, nach denen Juden und Zigeuner keine Staatsbürgerschaft im Reich bekommen durften.

Aus der Sicht unseres Verständnisses heute, waren es natürlich Rassegesetze, die verurteilt werden müssen. Aber in Bezug auf die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg? War Rassismus damals etwas Ungewöhnliches und Einzigartiges nur in Deutschland?

Nein, weit mehr Menschen litten in den Kolonialreichen von Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Vereinigten Staaten und noch bis zum Ende der 60er Jahre, wie wir uns erinnern können, unter Rassismus. Darüber hinaus nicht nur schwarze Afrikaner, sondern auch Juden.

Übrigens, heute wissen nur sehr wenige Menschen, dass aus dem benachbarten Polen in den 30er Jahren, von dem polnischen Antisemitismus getrieben, mehr als 500.000 Juden nach Deutschland flohen!

Sie gingen dann in andere Länder, aber zunächst hatten sie keine Angst gehabt, zu diesem „größten Verbrecher der Geschichte“ Hitler auszuwandern, der ihnen sogar Sozialhilfe bezahlt hat.

Das heißt, wir sehen, dass in den 30er Jahren in Deutschland nichts besonders Schlimmes mit den Juden passiert ist. In jedem Fall nichts, weshalb es notwendig gewesen wäre, mit Deutschland einen Krieg anzufangen und etwa 60 Millionen Menschen zu vernichten!

Die schrecklichen Verbrechen gegen die Juden, wegen derer Hitler heute verantwortlich gemacht wird (unabhängig davon, ob sie so waren, wie sie in der offiziellen Geschichtsschreibung der Sieger beschrieben sind oder ob sie in der Zukunft noch nach den Ergebnissen der Forschungen der Historiker-Revisionisten korrigiert werden) begannen viel später – im Januar 1942 als der Zweite Weltkrieg schon lange eine Tatsache war.

Das heißt, dass in der Logik des Krieges Deutschland die Juden als die Vertreter des feindlichen so genannten "Weltjudentums" betrachtet hat.

Dann habe ich mich entschlossen, einen weiteren Punkt zu vergleichen: die Anzahl der Mitarbeiter der Geheimpolizei im Dritten Reich und in der Sowjetunion. Das heißt, die Zahl der Mitarbeiter von Gestapo und NKWD in den späten 30er Jahren.

Die elektronische Enzyklopädie Wikipedia gibt über das Dritte Reich folgenden Daten: 1933 waren bei der Gestapo 50 Mitarbeiter. Im Jahre 1935: 4.200. In 1937: 7.000. Im Jahr 1941 – 14.835 Mitarbeiter, davon arbeiteten 4.000 außerhalb des Reiches. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Gestapo-Aufgaben erweitert und die Geheimpolizei des Dritten Reiches begann in allen besetzten Gebieten während des Krieges ihre Arbeit zu betreiben und am Ende des Krieges hatte die Zahl der Gestapo-Mitarbeiter 31.000 erreicht.

Im Hinblick auf die Zahl der Mitarbeiter des NKWD in den 30er Jahren, sind die Zahlen in Russland noch geheim gehalten und genaue Zahlen kann man nicht finden.

Ein Zitat aus dem Buch von Oleg Suvenirov "1937. Die Tragödie der Roten Armee" aus der Serie "Militär-Enzyklopädie der Roten Armee." Darin beklagt der Autor die Tatsache, dass die Zahl der Beamten des NKWD in den 30er Jahren unmöglich zu bestimmen ist: "In der Regel wird zum Beispiel behauptet, dass die Zahl der NKWD-Mitarbeiter im Bereich von 20 bis 30 Tausend lag, aber es gibt keine Quelle, dies zu bestätigen.

Kürzlich wurden Daten über die Anzahl der NKWD Mitarbeiter am Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlicht: etwa 375.000 Menschen, dazu noch 400.462 Personen als Zivilarbeiter im System des GULAG des NKWD.

Diese Informationen kann man nur zum Vergleich für die Zeit von 1941-1945 nehmen (ich hatte ja vor, nur die Zeitperiode zwischen 1933 und 1939 zu vergleichen), aber sie geben auch im Rückschluss eine ungefähre Vorstellung für die 30-er Jahre. (Siehe das Buch im Internet).

Ich fand eine Zahl von mehr als 8.000 nur von hochrangigen Offizieren und Generälen des NKWD in den späten 30-er Jahren in der UdSSR, die in Moskau stationiert waren. Das lässt auch einen Rückschluss auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter in der gesamten UdSSR zu.

Selbst wenn wir als wirkliche Zahl 25-30.000 NKWD –Mitarbeiter am Ende der 30er Jahre auf etwa 162 Millionen Menschen Bevölkerung akzeptieren, die im Jahr 1937 in der UdSSR lebten, können wir sehen, dass diese Zahl relativ mehr ist als 7.000 Mitarbeiter, die in 1937 bei der Gestapo waren, bezogen auf etwa 70 Millionen Bürger des Reiches.)

Und wenn man die Zahlen am Ende des Krieges vergleicht, ist der Unterschied noch deutlicher – zehnfach!

Ein bekannter russischer Historiker, Wladimir Machnatsch, schrieb: „Deutschland hatte die Gestapo (Geheimpolizei), und die Sowjetunion hatte die NKWD. Die Gestapo hat gefoltert und der NKWD hat gefoltert. Aber hier endet auch schon die Ähnlichkeit. Jetzt beginnen die Unterschiede. Wenn Sie Pech gehabt haben, und mussten zur Gestapo, hat man mit Folter von Ihnen die Adressen von geheimen Wohnungen, Paßwörtern, Namen von Kontaktpersonen rausgeschlagen, also – die Wahrheit.

Und wenn Sie dem NKWD in die Hände gefallen sind, dann hat man aus Ihnen die Anerkennung erfoltert, dass Sie rumänischer oder japanischer Spion sind. Das heißt, aus Ihnen wurde die LÜGE rausgeschlagen: "Du mußt unterschreiben, was ich sage!" Also, welches Regime war schrecklicher?

Übrigens, ist so ein Verhalten nach der Theorie der Ethnogenese (aus dem griechischen: Volksbildung, Volksgeburt – H.D.) von L.N. Gumiljow und nach meinen weiterführenden Forschungen eine Eigenschaft eines „Antisystems“. Und etwas Schlimmeres als "Antisysteme" gab es noch nie in der Geschichte der Welt."Verweis

Was hier Proffessor W. Machnatsch erklärt, bedeutet ja, dass die einfachen Bürger im 3. Reich noch die Möglichkeit hatten, sich dem politischen Regime Hitlers anzupassen, aber alle Versuche sich dem politischen Regime Stalins anzupassen, waren vergeblich: das Regime hat selbst entschieden, wer ihr Feind ist und wer nicht. Unabhängig vom Handeln des einzelnen Menschen.

Bitte sagen Sie mir, wenn das alles schon bekannt ist aus der "offiziellen (etablierten) historischen Wissenschaft", wie können wir dann heute noch das Hitler-Regime, in dem nur 38 Fälle von Hinrichtungen in 1937-38 durchgeführt wurden, als das „absolut Böse" bezeichnen, und die Sowjetunion Stalins, in der in den gleichen zwei Jahren 681.692 Menschen vernichtet wurden, (17.939-mal mehr als in Deutschland!) die „Befreierin“ von Europas Völkern nennen!?

Brauchen wir hier etwa spezielle philosophische Argumente über das, was Wahrheit und was eine Lüge ist?

Die Wahrheit ist, dass zu diesem Zeitpunkt das Blut der Menschen in der Sowjetunion wie ein Fluss geflossen ist. Und es ist die Wahrheit, die man mit absoluter Sicherheit sagen kann, weil es in der Regel überprüfbare, offizielle Zahlen sind.

Und dann habe ich noch eine Frage: Warum fällt diese Wahrheit anderen Menschen nicht auf, wie sie mir aufgefallen ist?

Mehr noch, wenn ich diese Zahlen in Diskussionen mit anderen Menschen zeige, vor allem mit Russen oder mit den von der offiziellen Propaganda und Geschichtsschreibung indoktrinierten Menschen, höre ich oft an meine Adresse anstatt Gegenargumente nur Wut und Flüche, Vorwürfe, dass ich "versuche, Hitlers Namen zu bereinigen" oder scheinkluge Argumente, dass „eben jeder seine eigene Wahrheit hat"!

Aber kann in diesem Fall „jeder seine eigene Wahrheit“ haben?

Nein – so kann es nicht sein, weil es nur eine Wahrheit gibt.

Ich denke, es ist in unserer Zivilisation nicht mit der Wahrheit etwas Ungewöhnliches passiert, es ist etwas ganz Schlimmes mit uns allen passiert: mit den Menschen der europäischen Zivilisation. Wenn wir die Wahrheit nicht akzeptieren können und sogar bereit sind, für die ausgesprochene Wahrheit andere Menschen zu beleidigen oder zu bestrafen, dann ist es nicht mit der Wahrheit etwas nicht in Ordnung, sondern mit uns selbst!

Leider ist in Russland heute die Haltung zur Wahrheit nicht besser als die Haltung des Westens, vor allem auch in Deutschland, wo ich lebe.

Aber Russland ziehe ich stärker ins Gericht, weil ich und viele andere Deutsche Hoffnungen auf Russland haben. Auf jeden Fall war das bisher so.

Russland ist ein Land, das den Krieg nicht verloren hat, und seine Souveränität behalten hat, im Gegensatz zu Deutschland, das keine Möglichkeit hat, eine unabhängige Außen- und Innenpolitik zu führen und seine eigenen Nationalinteressen durchzusetzen.

Russland hat die Möglichkeit, die für die ganze Welt nützliche Wahrheit zu sagen. In Rußlands Archiven werden auch heute noch viele geheime Dokumente aufbewahrt, darunter eine große Zahl aus deutschen Trophäen.

Wäre Russland fähig, der Menschheit die Wahrheit vom Zweiten Weltkrieg und von der Vorkriegszeit zu sagen, würde Russland in der Lage sein, wirklich eine große Rolle bei der Verteidigung der europäischen und der Weltzivilisation zu spielen, um sie vor dem Untergang zu bewahren. Aber ich wiederhole: das kann geschehen, wenn Russland beginnt, der Wahrheit zu dienen.

Das heutige Russland, das mit Begeisterung versucht, auf dem Weltmarkt der Lüge zu konkurrieren, versucht in der Gegenpropaganda gegen den Westen ihn im Lügen zu übertrumpfen.

Ich glaube, dass Russland eine sehr wichtige Aufgabe zugewiesen ist, ich denke, dass der Schlüssel zur Rettung der Menschheit in seinen Händen liegt, deshalb ziehe ich dieses Land stärker als Deutschland ins Gericht – weil ich viel von diesem Land erwarte.

Ich bin davon überzeugt, wenn Russland im Rahmen wirklicher nationaler Interessen handeln würde und sich nicht genau wie der Westen von irgendwelchen ideologischen Überlegungen leiten ließe, wäre es ihm nicht notwendig, Lügen zu schützen.

Es könnte alle seine Archive öffnen (wo sich auch ganze Waggon- und Lastwagenladungen an Dokumenten aus deutschen Archiven befinden) und die Dokumente den Historikern zur Untersuchung geben.

Natürlich würde der Anteil von Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von Stalin festgestellt, aber zur gleichen Zeit auch der Schuldanteil der Westmächte.

Da Russland das nicht macht, kann es keine richtige Schlussfolgerungen aus den Ereignissen ziehen und verstehen, welche Fehler und Verbrechen die politische Elite der Sowjetunion gemacht hat.

Und es kann nicht verstehen, dass ebenso, wie das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten in den späten 30-er Jahren das Dritte Reich in den Krieg getrieben haben, mit dem Ziel, Deutschland zu schwächen und zu vernichten, dieselbe Länder mit denselben Methoden, mit den gleichen Lügen das heutige Russland auch in die Ecke treiben, um es zu schwächen oder gar zu vernichten.

Heute gibt es genug westlichen Medien, die den Vergleich verwenden, "Putin ist wie Hitler ...", und viele von den Massenmedien „zombierte“ Menschen nehmen eine aggressive Haltung gegen Putins Russland ein.

Davor waren wir Zeugen, dass Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi als "wie Hitler" erklärt wurden. Wer ist schon nicht zu "wie Hitler" erklärt worden? "Hitler" – steht heute eben als Synonym für das „absolute Böse“. Und das alles, weil ihn jemand zu dem "absoluten Bösen" erklärt hat. Und man braucht überhaupt nicht mehr denken und Fragen stellen…

Wir müssen versuchen, uns anzunähern und im nationalen Interesse Russlands und Deutschlands die BRD von dem Einfluss der Angelsachsen zu befreien.

Aber wir könnten so eine Annäherung wirklich nur dann erreichen, wenn Russland der Welt die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg schenkt, die Wahrheit darüber, wer an der Entfesselung des Krieges wirklich schuld war.

Wenn wir nicht zu dieser Wahrheit kommen, wird Deutschland ein Gefangener von den Angelsachsen bleiben und somit – kein echter Freund Russlands.

Deutschland wagt es nicht, eine unabhängige Außenpolitik zu betreiben, weil es versteht, dass dies im Rahmen der bestehenden historischen Version der Sieger, im Rahmen der Rechtsvorschriften der internationalen Lage, bei der die Sieger sogar den Friedenvertrag mit Deutschland noch nicht unterschrieben haben (einschließlich Russlands, das dies auch Deutschland noch nie angeboten hat), wäre das von der Deutschen Seite gefährlich, dies zu versuchen.

Die Sieger könnten in diesem Fall schnell ihre Differenzen überwinden und sich für die endgültige Vernichtung Deutschland entscheiden. Und wieder mit vereinigten Kräften – das heißt, mit den britischen Streitkräften, den Vereinigten Staaten und Russland. Daher hat Deutschland heute keine andere Wahl, als im Netz der Westmächte zu bleiben. Diese Wahl kann nur Russland geben. Das wäre auch in seinem eigenen Interesse. Auch im Interesse der endgültigen Überwindung des Stalinismus im Lande.

Heinrich Daub

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