Heute ist der Gedenktag der Vertreibung der Ungarndeutschen

Kategorie: Aktuell Veröffentlicht: Freitag, 20. Januar 2017 Drucken E-Mail

19. 01. 2017

Das ungarische Parlament hat 2012 beschlossen, alljährlich den 19 Januar als Nationalen Gedenktag für die Vertreibung der Ungarndeutschen zu begehen. Damals stimmten 333 Abgeordnete für diesen Antrag, es gab keine Gegenstimmen. Am 19. Januar 1946 wurden die ersten Ungarndeutschen aus Budaörs/Wudersch deportiert, deswegen haben sie diesen Tag ausgewählt.

Die kurze Geschichte der Vertreibung

Noch vor dem Kriegsende wurden zur Jahreswende 1944/1945 etwa 65.000 arbeitsfähige Ungarndeutsche zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Nach ungarischen Angaben fanden dort etwa 16.000 von ihnen den Tod.

Ebenfalls noch während des Krieges ordnete die ungarische Interimsregierung im Rahmen der Bodenreform die Enteignung des landwirtschaftlichen Besitzes, einschließlich der Wohngebäude und des Inventars der deutschstämmigen Bevölkerung an und forderte von den Siegermächten deren Vertreibung aus dem Lande, was im Potsdamer Abkommen vom August 1945 auch genehmigt wurde.

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