Rede Viktor Orbáns auf dem 27. Parteitag des Fidesz – Ungarischen Bürgerbundes 12 November 2017, Budapest

Veröffentlicht: Montag, 27. November 2017 Drucken E-Mail

Viktor Orban Rede:'Das Soros Imperium bekämpfen!'

Ausschnitt aus der Rede, der dem Vidoe entspricht

https://www.youtube.com/watch?v=V2WhhhFA7gI

Meine lieben Freunde, liebe Gäste! Sehr geehrter Kongress!

Meine lieben Freunde!

Vertiefen. Die geistigen und seelischen Grundlagen unserer Politik vertiefen. Ich weiß, das ist kompliziert, abstrakt und interessiert vielleicht auch nicht jeden, aber trotzdem, wann sollen wir hierüber reden, wenn nicht auf unserem Parteitag? Geistige und seelische Grundlagen. All das hört sich in unserer heutigen profanen Welt merkwürdig und fremd an, in der die meisten Menschen nur die handfesten Dinge glauben und nur den Verstand als die Grundlage jedweder Lebensphilosophie anerkennen. Deshalb kann das Sprechen, Nachdenken über die geistigen und seelischen Grundlagen der Politik, ja das Erwarten einer Richtungsweisung von ihnen den Eindruck erwecken, als würden wir entgegen dem Zeitgeist marschieren. Ich schlage aber vor, dass wir unsere Brille nachjustieren. Wir sollten nicht die romantische und heldenhafte Pose derer annehmen, die mit dem Zeitgeist in Konflikt stehen. Solch ein Posieren mündet am häufigsten in Attacken der Art des Don Quijote, und man kann über das gutmütige sowie verzeihende Mitleid des Publikums hinaus kaum etwas anderes damit gewinnen. Stattdessen sollten wir erkennen, dass der Zeitgeist nicht mit dem durch die Medien verursachten Wind identisch ist.

 Wir sollten bemerken, dass die aus den Lautsprechern der mächtigen globalen Firmen und der globalen politischen Organisationen herausströmenden bezaubernden Melodien, die zur Leichtigkeit und Verantwortungslosigkeit, zum Konsumwahn, zum grenzenlosen Egoismus anspornenden Melodien überhaupt nicht mit dem Zeitgeist identisch sind.

Unter der weichen Traumdecke des durch die globale Elite verbreiteten Lebensgefühls befindet sich das wirkliche und harte Leben. Wir können Zehnmillionen europäischer Menschen sehen, die tagtäglich hart arbeiten und darum kämpfen, um sich selbst und ihre Familie an der Oberfläche halten zu können. Wir können sehen, wie sie sich nach Sicherheit und Ordnung sehnen. Wir können sehen, wie sie sich immer stärker an ihrer kulturellen Identität festkrallen. Und wir können sehen, wie sie täglich um jeden Quadratmeter ihres gewohnten europäischen Lebens kämpfen. Das ist der wahre Zeitgeist. Justieren wir also unsere Brille nach, und bemerken wir, dass der Zeitgeist in Wirklichkeit auf unserer Seite steht. Er steht auf der Seite der hart arbeitenden, Verantwortung übernehmenden, für ihre Familie sorgenden, ihre Heimat liebenden, auf ihre christlichen Wurzeln bestehenden europäischen Menschen. Wir sind in der Mehrheit, ja wir sind in der überwältigenden Mehrheit. Es ist nur eine Frage der Zeit, und wir werden nicht nur in Ungarn, sondern in ganz Europa, ja sogar in der gesamten westlichen Welt siegen.

All das wissen auch die globalistischen Eliten, die ihnen dienenden Bürokraten, die in ihrem Sold stehenden Politiker, die Agenten der ihre Interessen verkörpernden Sorosschen Netzwerke.

Sie wissen es genau, gerade deshalb haben sie für alles das, was national, volksnah, christlich und bürgerlich ist, das Zauberwort „Populismus“ erdacht. Aber das Wiederholen des Zauberwortes, der Zauber sind vergebens, und vergebens ist der politische Voodoo, denn die Wirklichkeit, die wirklichen Menschen, die tatsächlichen Lebensinstinkte, die wahren menschlichen Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen werden die heute noch über Europa herrschende globalistische Elite besiegen und werden Europa – und in ihm Ungarn – erneut groß werden lassen. Natürlich geschieht dies alles nicht von allein. Das ist kein marxistischer historischer Materialismus, in dem die Weltgeschichte auf vorher bestimmte Weise und notwendigerweise an ihr Ziel gelangt. Hier wird es Kampf und Auseinandersetzung geben. Was heißt „wird“? Der Kampf und die Auseinandersetzung sind schon im Gang! Und diese Auseinandersetzung führt dazu, dass es in den europäischen Diskussionen des nächsten Jahrzehnts gerade um die Beschaffenheit der Identität, der Menschen, der Völker, der Nationen, der Länder, ja der Kontinente gehen wird.

Und so sind wir bei der geistigen Grundlage unserer Politik angekommen. Denn unser Erfolg hängt meiner Ansicht nach gerade davon ab, welche Qualität die geistigen Grundlagen unserer Politik besitzen und wie fest sie sind. Mit einem erschütterten Geist kann man heute nicht auf den Beinen bleiben. Und siegen kann man damit erst gar nicht. Deshalb sollten wir zuerst aussprechen, dass unsere Politik geistige, ja auch seelische Grundlagen besitzt. Zweitens sollten wir aussprechen, dass die vergangenen tausend Jahre ungarischer Politik immer derartige Fundamente besessen haben. Drittens sollten wir aussprechen, dass die geistigen Grundlagen nationale Grundlagen waren und sich immer um das Bestehenbleiben, die Aufgabe und die Berufung der ungarischen Nation anordneten. Viertens sollten wir aussprechen, dass diese Tradition breit, bunt und mitreißend ist. Deshalb müssen wir mit sicherer Urteilskraft aus dem großen Strom jene Strömung auswählen, der wir uns anschließen möchten. An die es sich anzuschließen gut ist, da sie zu unserem Charakter als Fidesz und Christdemokraten passt. Und an die es sich anzuschließen lohnt, weil sie kein toter

Buchstabe und keine dahingeschiedene Tradition ist, sondern hier und jetzt gültig, frisch und lebensnah, und sie markiert die Berufung der Politik und dadurch auch unsere persönliche Sendung.

Wir sollten also offen aussprechen, dass wir weder auf einer rassischen noch auf einer Klassengrundlage stehen. Wir weisen die Politik zurück, die die Menschen gegeneinander wendet, ihre Vertreter betrachten wir als unsere politischen Gegner.

Wir stehen auf nationaler Grundlage, deshalb folgen wir statt dem Klassenkampf und den Auseinandersetzungen um die Herkunft lieber dem Ideal der nationalen Zusammenarbeit, des Friedens, des Schöpfens, oder wie Klebelsberg es gesagt hat:

dem Ideal des produktiven Menschen.

Das sind natürlich alte Sachen, bestens bekannte Varianten der Politik, es ist leicht sich zwischen ihnen zurechtzufinden. Aber es gibt hier eine neue, eine moderne, eine früher nie dagewesene Art der Politik. In ihrem Mittelpunkt steht der seiner Kultur, seiner nationalen, religiösen und geschlechtlichen Identität beraubte, auf seine Welt der Instinkte reduzierte Mensch.

Der neue Menschentyp der neuen Zeit ist der Homo Brüsselicus selbst.

Wir sollten es aussprechen, dass unserer Überzeugung nach die die natürliche Ordnung des Lebens verwerfende, das Lebensrecht der nationalen Gemeinschaften in Abrede stellende Politik – laut unseren bisherigen Erfahrungen – unabhängig von der Bildung und der moralisierenden guten Absicht derer, die sie ersonnen haben, in Europa immer zur Barbarei geführt hat.

Wir sollten es aussprechen, dass unserer Ansicht nach das wichtigste Bindeglied zwischen den Menschen über die Gesetze der Biologie hinaus jenes geistige Band ist, das wir Nation nennen, und das uns alle zu teilen einer gemeinsamen Kultur und Tradition erhebt. Und wir sollten auch aussprechen, dass wir eine einzigartige und großartige nationale Kultur geerbt haben.

Unsere nationale Kultur macht uns zu dem, was wir sind. Unserer nationalen Kultur haben wir es zu verdanken, dass die Ungarn bis auf den heutigen Tag über die Fähigkeit verfügen, der Wahrheit ins Auge zu blicken, die Fähigkeit zur Selbstachtung und der Selbstkenntnis besitzen sowie auch jene, mit der wir unsere Lage und unsere Aufgabe überhaupt erst verstehen können. Wir glauben daran, dass der ungarische Geist alles aushält und überlebt. Wie die Alten es gesagt haben: Manchmal verstummt er zwar, aber er stirbt nicht. Diese geistige Kraft befähigt uns, die vor unserer breiteren Heimat, vor Europa sich erhebenden Fragen, durch die andere verängstigt und abgeschreckt werden, mutig zu betrachten und über die Antworten auf sie nüchtern nachzudenken. Die alten Großen wussten, sie haben es auch niedergeschrieben, und damals pflegte man auch noch darüber zu sprechen, dass gerade dieser eigentümliche ungarische Geist und die ihm entspringende ungarische Auffassung und Denkweise den Ungarn die Möglichkeit zum Leben unter den gebildeten Völkern verliehen hat, und dies gab auch jene moralische Kraft, ohne die solch ein einsames, von weit her hierhergekommenes Volk, wie es das unsere ist, wohl kaum über tausend Jahre hätte aufrecht bleiben können. Wie könnten wir denn also auf sie verzichten?

Meine lieben Freunde!

Wir sind jene politische Gemeinschaft, die sich dessen bewusst ist, dass die ungarische Nation aus dem Zusammentreffen des östlichen Charakters und der westlichen Kultur entstanden ist, und dem messen wir eine bis auf den heutigen Tag wirkende Bedeutung zu. Die Liebe zur Freiheit in der Steppe traf auf den christlichen Glauben der Wahrheit, und daraus erwuchs Menschenliebe und der Respekt für die menschliche Freiheit, was bis auf den heutigen Tag im Mittelpunkt unseres politischen Denkens steht. Deshalb vertreten wir den Standpunkt, ich zitiere: „Wir glauben unerschütterlich an die Kraft der Liebe und des Zusammenhaltes.” Die Ansichten unserer politischen Gemeinschaft basieren deshalb auf der einfachen These, dass es Dinge gibt, die – wenn sie einmal wahr waren – immer wahr sein werden.

Meine Freunde!

All das erscheint als natürlich und hört sich auch noch gut an. Es gibt hier aber ein Problem. Länder haben sich in Europa dafür entschieden, über das Christentum hinwegzuschreiten und über ihre eigene nationale Beschaffenheit hinwegzuschreiten. Sie wollen ein postchristliches und postnationales Zeitalter betreten. Heute ist schon deutlich erkennbar, dass die Frage, ob wir auf dem durch die christlichen Lebensprinzipien und die nationalen Kulturen festgelegten Weg weitergehen, ob wir noch an die von Zeit und Ort unabhängigen moralischen Wahrheiten glauben, nun, auf diese Fragen geben wir heute unterschiedliche Antworten. Es gibt Länder, die mit einem „Ja“, und es gibt Länder, die mit einem „Nein“ antworten. Es ist die große Frage der Zukunft, wie hieraus ein einheitliches Europa wird?

Meine Freunde!

Sicherlich nicht auf die Weise, wenn wir die Denkweise, die Interessen und die Ziele des anderen einander aufzwingen wollen.

Die europäische Einheit kann nur auf eine einzige Weise erhalten bleiben: Wenn wir gegenseitig unsere Unterschiede akzeptieren, wenn wir gegenseitig den nötigen Respekt zeigen und wenn wir an Stelle der Vereinigten Staaten von Europa das freie Bündnis der europäischen Nationen erschaffen.

Es gibt keinen anderen Weg.

Sehr geehrter Kongress! Meine lieben Freunde!

Und jetzt möchte ich darüber sprechen, was und warum wir es verteidigen müssen. Es ist allgemein bekannt, dass wir, Ungarn, die Imperien nicht mögen. Und besonders nicht ihre Statthalter. Wir haben es nicht gern, wenn das Schicksal der Nation imperiale Statthalter an unserer Stelle gestalten wollen.

Heute bedroht uns erneut ein Imperium. Wir stehen einem Plan im Weg, der die Nationen liquidieren und ein Europa mit einer gemischten Bevölkerung erschaffen will. Wir stehen einem Finanz- und politischem Imperium im Weg, das diesen Plan vollstrecken will, koste es, was es wolle. Um offen zu reden, im Interesse der Durchführung des Soros-Plans will man in ganz Europa die die nationalen Interessen vertretenden Regierungen aus dem Weg schaffen. Uns mitinbegriffen.

Die NROs von Soros haben in den vergangenen Jahren ihr Netz über alle bestimmenden Foren der europäischen Entscheidungsfindung erstreckt. Sie sind auch im Hinterland einzelner ungarischer Parteien anwesend. Sie verhalten sich so wie einst die Aktivisten der Agitations- und Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Wir, alte Schlachtpferde, erkennen sie schon an ihrem Duft. Mit verfeinerten Methoden wollen nun die Soros-Soldaten bestimmen, was wir tun, was wir sagen, was wir denken, ja wofür wir uns

selbst halten sollen. Die Lage war lange so einfach und klar. Die Menschen waren Mann und Frau, Mutter und Vater, Ungar, Deutscher oder etwa Russe, war Christ oder ein Moslem. Heute wollen sie uns in eine Welt zwingen, in der diese natürlichen und klaren Umrisse fehlen. Jene Welt besitzt keine sicheren Punkte, es ist nicht klar, wer der Mann und wer die Frau ist, was Familie ist, was es bedeutet, Ungar und Christ zu sein. Sie kreieren ein drittes Geschlecht, verspotten den Glauben, halten die Familien und die Nationen für veraltet.

Meine lieben Freunde!

Reden wir verständlich.

Die Migration ist nicht das Ziel, sondern nur das Mittel des Soros-Plans. Millionen von in eine unglückliche Lage geratenen Menschen werden aus Afrika und dem Nahen Osten nach Europa gelockt, ja geradezu hineintransportiert, um die Nationen zu schwächen und der christlichen Kultur den Gnadenstoß zu geben.

Sprechen wir auch darüber ehrlich, dass der Soros-Plan auch die Sicherheit unseres Alltags auf schwerwiegende Weise gefährdet. In den Einwanderungsländern Europas sind die Terrortaten häufig geworden, die Kriminalität ist angestiegen und die Gewalt gegenüber Frauen hat sich vervielfacht sowie der Antisemitismus entflammt erneut. Das ist es, was wir verhindern müssen, das ist die Gefahr, vor der wir das Land schützen müssen. Wenn wir also sagen, dass wir Ungarn verteidigen sollen, dann verkünden wir, dass wir unsere Arbeit, unsere Familie, die Sicherheit, die Herrschaft unserer Gesetze, unsere Ergebnisse, die ungarische Kultur verteidigen müssen und wir müssen auch unsere Zukunft verteidigen.

Was wir nicht seitens des sowjetischen Reichs toleriert haben, das werden wir auch nicht seitens des Soros-Reiches tolerieren. Wir werden unsere Grenzen schützen, wir werden die Verwirklichung des Soros-Plans verhindern und werden schließlich auch diese Auseinandersetzung gewinnen.

https://haunebu7.wordpress.com/2017/12/04/deutsche-soldaten-als-schlepper-im-mittelmeer-marine-schleust-hunderte-afrikaner-illegal-nach-europa-anonymousnews-ru/