Nach der Wahl ist vor der Wahl

Veröffentlicht: Freitag, 06. Oktober 2017 Drucken E-Mail

Liebe Unterstützer,

es ist vollbracht: Die Herausforderung, die größte Wahlbeobachterkampagne in der Geschichte der Bundesrepublik mit eigenen Mitteln durchzuführen, wurde gestemmt! Mit dieser ersten bundesweiten Wahlbeobachtung haben wir die organisatorischen Grenzen unserer Bürgerbewegung ausgetestet. Mit der Kampagne haben wir dafür gesorgt, dass überall im Land Menschen Wahlhelfer in den Wahllokalen oder Wahlbeobachter wurden.

Wir haben Gruppen, Verbände, Bürgerinitiativen und Einzelpersonen geschult, inhaltlich fit gemacht und mit Material versorgt. Alleine am Wahltag haben wir an zwei Telefonleitungen, per Facebook, Twitter, über unsere Internetseite und per E-Mail über eintausend Wahlbeobachter beraten und betreut. Die freiwilligen Helfer in unserem „Ein Prozent“-Wahlbüro und die unglaublich engagierten Wahlbeobachter haben dabei tausende Stimmen gerettet.

Wahlbeobachter und Wahlhelfer haben dafür gesorgt, dass offene Wahlurnen versiegelt und verschlossene Wahllokale geöffnet wurden. Unzulässige Wahlwerbung und Propaganda mussten entfernt werden. Neuauszählungen wurden sofort durchgeführt und angeblich ungültige Stimmen wurden doch gewertet!

Vom virtuellen Protest zur aktiven politischen Teilhabe

 

Besonders interessant ist, dass viele Menschen mit unserer Bürgerbewegung zuvor nichts zu tun hatten und am Wahltag auf die Suche nach Hilfe und Ansprechpartnern gegangen sind – genau diese Lücke haben wir erfolgreich ausgefüllt. Die vielen Meldungen und Hinweise zeigen, wie groß der Vertrauensverlust in die etablierte Politik und die öffentliche Verwaltung geworden ist. Leider nicht zu Unrecht, wie die bearbeiteten Fälle belegen. Sehr positiv ist, dass wir mit der Wahlbeobachtung tausende Menschen dazu bewegen konnten, selbst aktiv zu werden. Aus virtuellem Protest oder dem Konsum alternativer Medien wurde aktive politische Teilhabe. Dafür sind wir da, so soll es sein!

Bundeswahlleiter informierte intern über Wahlbeobachtung

Der Wahltag hat aber auch gezeigt, wie wichtig die vorherige Information der Bürger über Rechte und Gesetze ist. Überall im Land wurde gegen die Öffentlichkeit der Wahl verstoßen. In einer E-Mail informierte der Bundeswahleiter die Landeswahlleiter über die kommende Wahlbeobachtung durch patriotische Bürger und einige regionale Wahlleiter ließen sich hinreißen, selbst zweifelhafte Regeln für die Wahlvorstände zu erlassen. So wurden beispielsweise absurde Abstände für Wahlbeobachter festgelegt. Viele Wahlbeobachter mussten sich mit Hilfe der übergeordneten Wahlleiter und der Polizei zu ihrem Recht verhelfen, um die Öffentlichkeit der Auszählung herzustellen. Ähnliche Probleme gab es bei der Bekanntgabe der Ergebnisseund deren Übermittlung. Noch in dieser Woche werden wir Ihnen einige konkrete Fälle auf unserem Blog vorstellen und einen Überblick über den Bearbeitungsstand geben!

Es geht weiter: Auch in Niedersachsen organisieren wir Wahlbeobachter

Am 15. Oktober wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Auch hier werden wir wieder helfen. Das bedeutet: Bürger aus Niedersachsen und den angrenzenden Regionen nutzen ihre Erfahrungen durch die Bundestagswahl und werden aktiv. Mehr dazu in der nächsten Woche.

Dank an alle Unterstützer

Wir haben in den vergangenen Monaten tausende Wahlhelfer und Wahlbeobachter sensibilisiert, mobilisiert und ausgebildet, 150.000 Flugblätter wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und verteilt, zahlreiche Vorträge und Infoabende wurde abgehalten, hunderte Kilometer wurden zurückgelegt, Demonstrationen und Veranstaltungen wurden besucht, ein Wahlbüro wurde organisiert und mit Helfern besetzt, die allein am Wahltag von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts aktiv gewesen sind. Unser Leitfaden für Wahlbeobachter wurde unzählige Male heruntergeladen. Unsere Helfer sitzen jetzt noch an der Bearbeitung der offenen Fälle und sind im Kontakt mit Behörden und Wahlleitern.

Dies alles war und ist nur durch Ihre Solidarität und Unterstützung unserer Bürgerbewegung möglich. Wir haben uns mit der Wahlbeobachtung der Bundestagswahl Großes vorgenommen und wir haben alle gemeinsam viel erreicht. Dafür einen herzlichen Dank an alle Aktivsten, Spender und Unterstützer. Und: Wir werden nicht nur zu Wahlen tätig, sondern wollen nachhaltig wirken. Damit wir aber 365 Tage im Jahr für unser Land aktiv sein können, benötigen wir auch nach der Bundestagswahl Ihre Hilfe.

Machen Sie uns in Ihrem Umfeld bekannt und helfen Sie uns, dass wir das Korrektiv sein können, das Deutschland so dringend nötig hat.

150.000 verteilte Flugblätter; fünf bezahlte Mitstreiter am Wahltag und monatelange Vorbereitungen durch ein eigens dafür abgestelltes Team; zwei Programmierer zur Umsetzung der technischen Fragen; zahlreiche Informationsveranstaltungen im Vorfeld; hunderte zurückgelegte Kilometer. Das alles kostet Geld! Unsere Ausgaben für diese enorme Kampagne sind fünfstellig. Wir haben gerne vorgestreckt – jetzt sind Sie an der Reihe, unsere „Kriegskasse“ wieder aufzubessern.

Jeder Euro zählt!

 

Mit besten Grüßen und Dank,

Ihr Philip Stein und die

„Ein Prozent“-Wahlbeobachter

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