Falsche Argumente – oder wie die Umerziehung fruchtet

Veröffentlicht: Montag, 16. Oktober 2017 Drucken E-Mail

Vor einiger Zeit war es noch üblich, aus der Historie von politischen und unpolitischen Ereignissen zu lernen. Es war der Motor für Veränderungen oder Verbesserungen. Schlug man falsche Wege ein, konnte man trotz alledem korrigieren, weil verschiedene Entscheidungen prinzipiell offen gelassen wurden, eben nur aus Kenntnis der Vergangenheit. Man verbaute sich keine Zukunft, in dem man bestimmten Entscheidungen oder Möglichkeiten nicht von vornherein eine Abfuhr erteilte – abermals aus Kenntnis der Vergangenheit. Wege zur Lösung von politischen oder unpolitischen Problemen konnten faktisch immer korrigiert werden – wenn man es wollte. Das ist eine rechte Haltung der Menschen, die immer bestrebt waren, Problemlösungen kurzer Hand bieten zu können und zu wollen. Gäbe es nicht den Blick in die Vergangenheit, würden wir uns heute tief im Mittelalter befinden. Eine der wichtigsten Kriterien bei Problemlösungen ist also grundsätzlich der Blick in die „Aufzeichnungen“, der zur Fehlersuche und Behebung dient. Die Zielsetzung bestimmt den Weg der Korrektur. Bei jeder Aufgabe!

Politische Zielsetzungen sind dabei doch nur ein Bestandteil der Handlungsweise. Und Politik ist nichts anderes, als nach außen hingewandte Tätigkeit, welche Inhalte, Strukturen oder Prozesse sichtbar macht (machen sollte!). Politik findet in der kleinsten Zelle eines Volkes statt – in der Familie, z. B. wie sie sich öffentlich zeigt. Das ist eine Form der Politik in der kleinsten Gemeinschaft. Kurz: Politik ist öffentliche Darstellung.

Wo auch immer, in der kleinsten Zelle, wie auch im Parlament eines Volkes werden Ziele – und die Wege dahin besprochen; notwendige Korrekturen können stattfinden, um gesetzte Ziele zu erreichen. Dieser Prozeß ist nichts anderes als die Historie, die Geschichte der Handlungsweise.

 

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